Dr. phil. Wolfgang Baumann
ANTIQUITÄTEN UND KUNSTHANDLUNG
gegr. 1909


 

Johann Ziegler,
minutiöse Bauaufnahme von Schloss Barbing
(Rathaus),
1822

Feder in Braun auf Büttenpapier, farbig lavierend koloriert und schattiert, rechts unten mit Feder in Braun signiert: „Aufgenommen und gezeichnet von Johan Ziegler Bauzeichner 1822.“

Höhe 72,3 cm; Breite 54 cm

Johann Ziegler entstammt einer Stadtamhofer Baumeistersfamilie. In den Plan sind nachträglich mit Bleistift Umbauten für dien Einbau einer Hauskapelle für Johann Michael Sailer eingetragen. Sailer erhielt von König Ludwig I. das Schloss in Barbing als Sommersitz zugeteilt, den der Bischof von 1826-1832 benutzt hat. Der Bau des ehemaligen Hochstiftes Regensburg stammt aus der Zeit von 1780/90 wie die Kachelöfen im Zopfstil verraten. Die dicke Nordmauer dürfte vom Vorgängerbau stammen (?). Das Allianzwappen an der Fassade zeigt das Wappen des Hochstiftes Regensburg und des Fürstentums Pfalz-Neuburg

Barbing gehörte bis zur Säkularisation zum Hochstift Regensburg; war somit im Besitz des Bischofs von Regensburg.

Zum Schloss Barbing. Siehe DEHIO, Regensburg und die Oberpfalz, 1991, S. 60

Die Bauaufnahme besticht durch die Feinheit und Präzision der gezogenen Linien und die qualitätvollen Schattierungen. Die Kachelöfen sind detailliert eingezeichnet, so dass das Blatt auch ein Dokument für die Regensburger/Stadtamhofer Kachelöfen der Zopfzeit darstellt.


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